Nachdem bereits gestern eine Vorab-Version im Netz aufgetaucht ist, erschien heute am frühen Abend dann auch offiziell die offene Beta-Version des beliebten Twitter Clients Tweetdeck für Android. Neben der klassichen Zwitscherei werden außerdem Google Buzz, Facebook sowie Foursquare unterstützt.

Aus Zeitgründen möchte ich hier nur einen Ersteindruck schildern, ein ausführlicher Test folgt in den kommenden Tagen.

Auch wenn Tweetdeck die gestern geleakte Version als “old build” bezeichnet, habe ich bis jetzt noch keine gravierenden Unterschiede zur offiziellen Beta gefunden. Nicht desto trotz macht die App bereits in diesem frühen Stadium einen guten Eindruck. Die Entwickler wollten nach eigenen Aussagen ihr Projekt für Android komplett neu aufziehen und nicht einfach die iOS/PC-Version portieren. Geblieben ist nach wie vor die typische Spaltenansicht. Die Spalten können dabei bequem per Geste hin und hergeschoben werden. Neue Spalten lassen sich beispielsweise aus Suchen nach bestimmten Begriffen oder Hashtags oder eigens angelegten Listen erstellen.

Neu ist eine Art Kontakt-Dashboard das schnellen Zugriff auf bestimmte Profile bietet und beim Verfassen eigener Tweets dazu verwendet werden kann um so per Add Contacts Mentions zu verfassen ohne den Usernamen exakt abzutippen. Hier ist, finde ich, eine tolle Umsetzung der Auto-Complete-Funktion für Profilnamen, die man aus der PC-Version kennt gelungen.

Am Anfang war ich etwas verwirrt, dass in der normalen Timeline keine Zeiten mehr zu sehen sind. Später stellte ich dann fest, dass in der Kopfzeile immer die Uhrzeit angezeigt wird zu der man sich gerade in der Timeline befindet. Das ist sicherlich geschmacksache – vielleicht kann man es in einer späteren Version einstellen.

Zum Thema Einstellungen ist übrigens zu sagen dass in der aktuellen Version davon noch nicht viel zu sehen ist. Als einziges lassen sich im Grunde die Notifications für bestimmte Spalten an oder ausschalten – mehr nicht. Wünschenswert wäre hier sicherlich das Update-Intervall das so zur Zeit völlig unklar ist und damit ggf. eher Gift für den Akku darstellt.

Als Kurz-Fazit lässt sich feststellen, dass diese, offensichtlich noch sehr frühe, Version Lust auf mehr macht. Das Potential ist jedenfalls da und wenn sich die Android-Version ähnlich steil entwickelt wie ihr großer Bruder auf dem PC dürfte Tweetdeck auch auf den Grünen-Roboter-Handys alles an vergleichbaren Programmen schlagen…

Abschließend noch ein paar Screenshots:

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